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Investitionen in Nachhaltigkeit

Beleuchtungssteuerung für landwirtschaftliches Sortierzentrum

Das neue vollautomatische Sortierzentrum der belgischne Genossenschaft  BelOrta
Das neue vollautomatische Sortierzentrum der belgischne Genossenschaft BelOrta
(Bild: B.E.G. Brück Electronic)

Eine wirtschaftlich profitable, nachhaltige Landwirtschaft und Obst und Gemüse zu bezahlbaren Preisen liegen im allgemeinen Interesse. Die Obst- und Gemüsegenossenschaft Belorta hat mehrere Innovationen umgesetzt, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu fördern.

Dazu gehören PV-Anlagen auf Betriebsgebäuden, um erneuerbare Energien zu erzeugen und den Verbrauch zu reduzieren. Die Genossenschaft hat Bewässerungssysteme wie Regenwasserauffangbecken eingeführt, um den Wasserverbrauch zu optimieren und Wasserressourcen zu schonen. Man setzt auf umweltfreundliche Verpackungen, um den Einsatz von Kunststoffen zu reduzieren. Logistikprozesse wurden verbessert, um den CO2-Ausstoß durch den Transport zu minimieren. Dies beinhaltet die Optimierung von Routen und die Nutzung umweltfreundlicherer Transportmittel.

Belorta setzt zudem auf nachhaltige Anbaumethoden wie integrierten Pflanzenschutz und natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel, um den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern. Außerdem arbeitet BelOrta an der Implementierung von Kreislaufwirtschaftskonzepten, um Abfälle zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen.

Nun hat die Genossenschaft ein neues Sortierzentrum eröffnet. Es erstreckt sich über nahezu 30.000 m² und bündelt durch Automation die Arbeiten, die zuvor an drei Standorten verrichtet wurden. Damit begegnet die Genossenschaft dem akuten Arbeitskräftemangel, der sich durch die demografische Entwicklung zunehmend verstärkt. Man hat erkannt, dass es den Erzeugern in den Wintermonaten zunehmend schwerfiel, gleichzeitig den Baumschnitt und das Sortieren der Ernte zu organisieren. Der Baumschnitt ist dabei maßgeblich wichtig für die Qualität der kommenden Saison.

Die Sortieranlage schafft 10 t Äpfel pro Stunde
Die Sortieranlage schafft 10 t Äpfel pro Stunde
(Bild: B. E. G. Brück Electronic)

Etwa 95 % des Hartobstes ist für den Export bestimmt. Die Einzelhandelskunden verlangen Kontinuität, Produktsicherheit und eine Garantie für gleichbleibende Qualität. Dies erfordert große Flexibilität. Die Geschwindigkeit des Exports und die Lieferfristen müssen eingehalten werden.

In dem vollautomatisches Sortierzentrum wird Obst zuerst gewaschen, dann nach Qualität und Größe sortiert. Die neue Apfellinie schafft 10 t Äpfel pro Stunde und die Birnenlinie 8 t Birnen. Die Genossenschaft möchte so langfristig 220 Millionen kg Äpfel und 100 Millionen kg Birnen verarbeiten.

Einsparung von bis zu 60 % des Energieverbrauchs

Ein wichtiger Punkt bei der Nachhaltigkeit ist die Beleuchtungssteuerung. Mit der Planung und Umsetzung der Beleuchtungssteuerung wurde das belgische Team der B.E.G. Brück Electronic GmbH  beauftragt.

Alleine durch Präsenzmelder und die Integration des Bussystems Dali lassen sich bis zu 60% des Energieverbrauchs für Beleuchtung reduzieren. Neben der Reduktion von Energiekosten kann die Steuerung über Dali gleichzeitig die Lebensdauer der LED-Leuchten verlängern. Die Kosten für die Einrichtung amortisieren sich schnell. Das Bussystem Dali läuft zuverlässig, robust und störungsfrei.

Im Sortierzentrum werden mehrere Geräte in Gruppen zusammengefasst. Hier erlaubt die digitale Natur von Dali spätere Veränderungen über eine Software. Die Verkabelung kann unberührt bleiben. Mit Dali-Link entschied man sich für eine benutzerfreundliche Lösung. Dali-Link gilt als Multiraumlösung, d.h. die Parameter eines Raumes oder Areals lassen sich sich einfach auf weitere Räume oder Areale übertragen. Das spart im Alltag viel Zeit. Gerade im weitläufigen Sortierzentrum ist diese Funktion ein Extrabonus.

In den hohen Hallen des Sortierzentrums kommt der Präsenzmelder PD4-Dali-Link-GH zum Einsatz
In den hohen Hallen des Sortierzentrums kommt der Präsenzmelder PD4-Dali-Link-GH zum Einsatz

(Bild: B.E. G. Brück)

Voll beleuchtet werden im automatisierten Sortierzentrum ausschließlich Areale, in denen Bewegung erkannt wird. Für mehr Sicherheit und Komfort für die Mitarbeiter des Zentrums werden angrenzende oder einsehbare Bereiche durch eine gedimmte Beleuchtung erhellt. Die sogenannte »Guided Light“«-Funktion hüllt Gebäudenutzer während der Tätigkeit in eine Lichtwolke, in anderen Bereichen wird Energie gespart.

Die Dali-Link App ermöglicht ein einfaches, schnelles Parametrieren. Die App ist äußerst benutzerfreundlich. So können Geräteparameter in einer Datenbank hinterlegt werden. Diese kann über E-Mail, einen Messenger oder die eigene Cloud geteilt und gesichert werden. Das ist hilfreich, wenn Projektinformationen innerhalb des Teams ausgetauscht werden sollen, und minimiert den Aufwand beim Tausch von Endgeräten. Alle Daten bleiben erhalten und einsehbar.

Verantwortliche Mitarbeiter der Belorta wurden auf das System geschult. Zukünftig können Einstellungen direkt über die App vorgenommen werden.

In den hohen Hallen des Sortierzentrums kommt mit dem PD4-Dali-Link-GH ein Präsenzmelder zum Einsatz, der optimal in diese Hallenumgebung passt. Die PD4-GH-Melder (GH = große Höhen) wurden entwickelt, um eine präzise Helligkeitsmessung aus bis zu 16 m Höhe direkt auf dem Hallenboden durchzuführen. Die Messhöhe kann objektbezogen angepasst werden. B.E.G. hat dazu einen Teleskop-Lichtfühler integriert, der sich individuell einstellen lässt. Der Erfassungsbereich der PD4-GH beträgt bis zu 30 m.

Auch in den fensterlosen Kühlräumen, die zur Lagerung des Obstes dienen, wurde auf den PD4-GH gesetzt. Das Modell PD4-M-1C-GH-AP wurde mit einer Aufputzdose IP65 für PD4-AP verbaut, um den niedrigen Temperaturen und einer Kondensation standzuhalten. Selbst unter diesen Extrembedingungen leistet der PD4-GH gute Dienste.

In den Kantinen und Verwaltungsräumen setzt man auf das Modell PD2N. Auch dieser Präsenzmelder ist mit zwei integrierten Lichtsensoren ein Garant für optimale Lichtverhältnisse über das gesamte Jahr hinweg. Über Dali können verschiedene Geräte miteinander kommunizieren. Doch es gibt Gebäudebereiche, in denen keine Dali-Steuerung erforderlich ist:

In kleinen Räumen und Durchgangsbereichen mit regulären Raumhöhen – in Toiletten, Treppenhäusern und Fluren ohne Tageslicht – kommt mit dem PD3N eine preiswerte Lösung zum Einsatz. Licht, nur wo und wann es benötigt wird, wird hier einfach umgesetzt. In diesen kurzfristig genutzten Bereichen ist dieser Deckenbewegungsmelder die einfachste und kosteneffizienteste Lösung.

Über die Firma
B.E.G. Brück Electronic GmbH
Lindlar
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