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Effiziente, sichere Zutrittskontrolle in Unternehmen und Wohngebäuden

Drahtlose Technologie im Fokus

Drahtlose Technologie im Fokus
(Bild: Grothe GmbH)

In diesem Zusammenhang gewinnt die Funktechnologie an Bedeutung. Funkgestützte Zutrittskontrollsysteme bieten eine flexible, kosteneffiziente und skalierbare Lösung, die sowohl für kleine Unternehmen als auch für große Organisationen geeignet sind. Sie ermöglichen nicht nur die Erhöhung der Sicherheitsstandards, sondern auch eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Dank des geringeren Verkabelungsaufwands sinken die Installationskosten. Dadurch eignen sie sich auch besonders für die Modernisierung von Bestandsgebäuden.

Ihre Skalierbarkeit ermöglicht eine einfache Erweiterung und Integration mit anderen Sicherheitssystemen, was Flexibilität und Kontrolle gewährleistet. Von Cloud-basierten Systemen über mobile Anwendungen bis hin zu IoT-Plattformen bieten verschiedene Typen von drahtlosen Zutrittskontrollsystemen eine breite Palette von Funktionen, die Sicherheit und Zugriffsmanagement optimieren. Die Wahl der Aktivierungsmethoden, wie zum Beispiel Bluetooth, ermöglicht es, die Technologie an die spezifischen Anforderungen jeder Immobilie anzupassen.

Doch wie funktioniert die Funktechnologie hinter diesen Zutrittskontrollsystemen? Und welche Vorteile bietet sie im Vergleich zu verdrahteten Lösungen? Anhand von zwei verschiedenen Zutrittskontrollsystemen der Urmet-Gruppe wird der Einsatz von Funktechnologie in der Zutrittskontrolle beleuchtet.

Offline-Zutrittskontrollsystem

Der »Easy Door Controller« in der Funkvariante für kleine bis mittlere Gebäude mit virtueller Vernetzung besteht aus Controller und Empfänger in einem Gerät (Bild 1). Weitere Komponenten sind das Türöffner-Relais und, je nach Anwendungsfall, ein Codeschloss oder eine Funkfernbedienung, welche auch als Näherungsschlüssel benutzt werden kann. Das System funktioniert damit drahtlos; lediglich der Empfänger und der Türöffner benötigen eine externe Spannungsversorgung.

Bild 1: Die Funkkomponenten des »Easy Door Controller« samt ihrer Verbindung untereinander: Funkempfänger (links), Codeschloss (rechts oben) und Funkfernbedienung (rechts unten)
Bild 1: Die Funkkomponenten des »Easy Door Controller« samt ihrer Verbindung untereinander: Funkempfänger (links), Codeschloss (rechts oben) und Funkfernbedienung (rechts unten)
(Bild: Grothe GmbH)

Nach Betätigung des Codeschlosses oder der Fernbedienung schaltet der Empfänger das Relais und die Tür öffnet sich. Somit bietet der »Easy Door Controller« sowohl eine Lösung für das Öffnen aus der Ferne, was z. B. für Hof- und Garagentore eine komfortable Lösung ist, als auch für den Zutritt im Nahbereich, wie für Eingangstüren in Unternehmen und Wohnhäusern. Das System bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit der Kombination aus Funk- und verdrahteter Lösung: So kann auch ein verdrahtetes Lesegerät angeschlossen werden, wenn der Zutritt mit Näherungsschlüsseln gewährt werden soll. Das Offline-Zutrittskontrollsystem nutzt in Europa das Funkfrequenzband von 868 Mhz für die drahtlose Kommunikation.

Online-Zutrittskontrollsystem

Für mittlere bis große Gebäude, auch mit Mehrfachnutzung, ist »iPassan« in der Funkvariante konzipiert. Hier stehen zwei Con­troller zur Auswahl, die entweder über PoE oder 12 V DC betrieben werden. Anders als beim »Easy Door Controller« ist der Funkempfänger hier nicht im Controller enthalten, sondern ist in ein zusätzliches Gerät ausgelagert (Bild 2). Das macht die Anlage sicherer gegenüber Manipulationen: Sollte der Empfänger unrechtmäßig entfernt werden, kann das Türöffner-Relais nicht über den Controller angesteuert und die Tür geöffnet werden. Der Funkempfänger wird über eine Zweidrahtverbindung (empfohlen wird eine geschirmte Mantelleitung) mit einer maximalen Leitungslänge von 100 m an den Controller angeschlossen. »iPassan« ist ein skalierbares System: Weitere Funkempfänger können hier angeschlossen werden. Der Türöffner ist dabei die dritte Komponente und wird über die Fernbedienung angesteuert.

Bild 2: Die »iPassan«-Funkkomponenten samt ihrer Verbindung untereinander: Controller (links), Funkempfänger (Mitte) und Funkfernbedienung (rechts)
Bild 2: Die »iPassan«-Funkkomponenten samt ihrer Verbindung untereinander: Controller (links), Funkempfänger (Mitte) und Funkfernbedienung (rechts)
(Bild: Grothe GmbH)

Auf der Fernbedienung befinden sich vier Tasten, die jeweils an verschiedene Funkempfänger angeschlossen werden können. Bei größeren Anlagen mit ausreichend Abstand zwischen den jeweiligen Empfängern können die Tasten auch doppelt belegt werden, da nur der entsprechende Empfänger in der Nähe reagiert. Besonders interessant für den Einsatz in Parkhäusern ist die Möglichkeit des Funkempfängers in einer Bodenschleife. Diese bietet den Vorteil, dass eine Schranke nicht aus größerer Entfernung geöffnet werden kann, sondern erst dann, wenn das entsprechende Fahrzeug auf der Bodenschleife steht.

Einmalig an dieser Online-Zutrittskon­trol­le ist ihr eingebautes Identifikationssystem, das sowohl für die Näherungserkennung (proximity) als auch für die Funkfrequenz­erkennung (RF, Radiofrequenz) verwendet wird. Durch die Übereinstimmung beider Identifikationen muss der Manager nur eine einzige ID verwalten, was die Verwaltung erleichtert.

Zuverlässige Verschlüsselung

Die Zuverlässigkeit der drahtlosen Zutrittskontrolle ist von enormer Bedeutung, besonders da es sich zumeist um sicherheitskritische Umgebungen handelt. »iPassan« verwendet zur Verschlüsselung so genannte »rolling codes«, um die Sicherheit seiner Systeme zu gewährleisten. »Rolling codes« sind ein Verfahren in der Sicherheitstechnik, das regelmäßig wechselnde Codes verwendet, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Sowohl die Näherungsschlüssel für beide beschriebenen Systeme als auch die Funkfernbedienung sind außerdem mit der klonungssicheren »Mifare Plus«-Verschlüsselung ausgestattet.

In ihrer Studie »Measuring and Monitoring the Reliability of Wireless Networks« (2021) betonen die Autoren Matthias Herlich und Christian Maier den entscheidenden Sicherheitsfaktor, die Zuverlässigkeit entsprechend kontinuierlich zu überprüfen, anstatt sie einfach anzunehmen. Durch Tests in einer operativen industriellen Umgebung konnte die Wirksamkeit der angewendeten Methoden gezeigt werden.

Die Autoren heben die Bedeutung der statistischen Analyse der Methoden sowie deren Nicht-Stören des Betriebsumfelds und die Gewährleistung der Gültigkeit über die Zeit hinweg hervor. Die Implementierung solcher Methoden ist ein entscheidender Schritt hin zu einer verlässlichen und effizienten Zutrittskontrolle, die den Schutz sensibler Bereiche gewährleistet und gleichzeitig den Betrieb reibungslos und sicher gestaltet. Mit einem stetigen Fokus auf Innovation und Sicherheit können drahtlose Zutrittskontrollsysteme weiterhin eine zen­trale Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit und Effizienz in einer zunehmend vernetzten Welt spielen.

Mehrfach-Funksender für vier Klingeltaster
Bild 3: Der Mehrfach-Funksender »Mistral SE09«
Bild 3: Der Mehrfach-Funksender »Mistral SE09«

(Bild: Grothe GmbH)

Funksender sind eine passende Lösung für die Nachrüstung einer modernen Klingelanlage. Grothe bietet hierfür neben Sendern für Einfamilienhäuser mit dem »Mistral SE09« (Bild 3) jetzt auch einen Mehrfach-Funksender an. Damit können bis zu vier Klingeltaster angeschlossen werden, z. B. für ein Mehrparteienhaus. Anstelle von vier einzelnen Sendern ist nur noch ein Gerät nötig, was sowohl Platz spart als auch Kosten reduziert.

Die Funktechnologie, gepaart mit der optio­nalen Ansteuerung von vier Empfängern, eröffnet außerdem viele Möglichkeiten der Gebäudetechnologie: Die Funktion der potentialfreien Ansteuerung erlaubt flexible Erweiterungen und Anpassungen an verschiedene Systeme. Im Vergleich zu draht­gebundenen Klingelanlagen bietet die Ansteuerung von Funkgongs zudem eine größere Auswahl an Gongmelodien, wie sie in der großen Bandbreite an Funkgongs von Grothe zu finden ist. Auch die Einbindung von Funkgongs für die Steckdose ist mit dem »SE09« möglich. Der Funksender ist kompatibel mit der »Calima«- und der »Mistral«-Serie sowie dem »Echo«-Gong. Kunden können zudem ihre bevorzugten Klingeltaster frei wählen und an den Sender anpassen.

Ein weiterer Vorteil des »Mistral SE09« ist, dass er bequem über einen Klingeltransformator betrieben werden kann und somit den Aufwand regelmäßiger Batteriewechsel eliminiert. Der Funksender ist sowohl für den Einbau in Schalterdosen als auch in Geräten konzipiert und bietet damit vielseitige, nahtlose Installationsmöglichkeiten zum Nachrüsten.

Über die Autorin
Autorenbild
Anna Rings

Kommunikation und Marketing, Grothe GmbH, Hennef

Über die Firma
GROTHE GmbH
Hennef
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