Nachgefragt bei Hagen Jakubek

Heizen mit Sonnenstrom

5. Juni 2015

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Geldbeutel und Energienetze lassen sich durch das Heizen mit Sonnenstrom spürbar entlasten. Wärmepumpensysteme, die das Management von Sonnenstromerzeugung und dem hauseigenen Wärmebedarf beherrschen, bieten vor allem dem Fachhandwerk eine interessantes Marktpotenzial.

Hagen Jakubek   Vertriebsleiter für die Region Süd/Ost  der Hoval GmbH, Aschheim-Dornach

Hagen Jakubek, Vertriebsleiter für die Region Süd/Ost der Hoval GmbH, Aschheim-Dornach

Hersteller mit einer ausgewiesenen Expertise für Heiz- und Raumklima-Lösungen entwickeln zukunftsfähige Systeme für die Energiewende. Mit 70 Jahren Erfahrung und einer familiär geprägten Teamkultur zählt Hoval dazu. Mit rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Gruppengesellschaften agiert das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit nicht als Konzern, sondern als eine große, global denkende und agierende Familie. Als Traditionsunternehmen in der Branche versteht Hoval sich als ein verlässlicher Partner im Planungsprozess, bei der Installation und auch bei der Wartung. Referenzen hierfür sind unter anderem Audi AG in Ingolstadt, der Bischofssitz in München, die Brauerei Paulaner in München, das Franz Marc Museum in Kochel am See, das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI in Marktl am Inn, das VW Motorenwerk in Salzgitter oder das Schloss St. Emmeram in Regensburg. Wir sprachen mit Hagen Jakubek, dem Vertriebsleiter der Region Süd/Ost, über Chancen für das Heizen mit Sonnenstrom.

»de«: Welche Perspektiven sehen Sie beim Heizen mit Sonnenstrom?

H. Jakubek: In Verbindung mit einer Smart-Grid-fähigen Wärmepumpe ist das Heizen mit Sonnenstrom definitiv die Zukunft. Eine solche Systemlösung ist nicht nur höchst effizient, sondern auch kostensparend. Durch die dezentrale Erzeugung und eigene Nutzung des Sonnenstroms werden außerdem die Stromnetze entlastet und die Verluste reduziert. Die Nutzung von Sonnenstrom ist aktiver Umweltschutz.

Ergänzend wird das kommende ErP-Label dieser zukunftsweisenden Technologie noch weiter Vorsprung verleihen. Wir bieten ein breites Sortiment an Smart-Grid-fähigen Wärmepumpen. Zum Beispiel erhält der Hausbesitzer mit dem Hoval CombiVal WPE/WPER Wärmepumpen-Wassererwärmer in Kombination mit einer PV-Anlage eine absolut zukunftsfähige und aufeinander abgestimmte Systemlösung.

»de«: Sehen Sie als Anbieter von Heiztechnik hier ein ausreichend großes Marktpotenzial in Deutschland?

H. Jakubek: Definitiv. Das neue ErP-Label A+ ist am einfachsten mit einer Wärmepumpe inklusive PV-Anlage zu erreichen. Je besser das ErP-Label, umso mehr ist die Immobilie langfristig wert: Wir gehen davon aus, dass sich der Neubaumarkt genau in diese Richtung entwickeln wird. Auch sehen wir ein großes Potential bei bereits bestehenden PV-Anlagen. Wir können diese mit Smart-Grid-fähigen Wärmepumpen optimieren.

Die PV-Anlagen sind aktuell oft acht bis zwölf Jahre alt und die Betreiber haben mit Stromanbietern 20-Jahres-Verträge zu sehr guten Konditionen. Aber was kommt danach? Die ideale Nutzung ist natürlich die Wärmepumpe.

»de«: Welche Rolle spielt Ihrer Ansicht nach das Elektrohandwerk bei der Entwicklung dieses Marktes?

H. Jakubek: Die Kernbestandteile einer Wärmepumpe kommen aus der Elektrotechnik. Aufgrund der Aktivitäten des Elektrohandwerks in der Vergangenheit wird dieses auch in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Eine Verbesserung der Zusammenarbeit der Elektro- und der SHK-Branche ist absolut zu begrüßen.

»de«: Welche Unterstützung können Sie Elektrohandwerkern bei der Akquise und Umsetzung von Projekten bieten?

H. Jakubek: Wir als Firma Hoval vertreiben auf dem zweistufigen Vertriebsweg. Dazu gehören eine sehr kompetente Außendienst-Mannschaft und ein eigener Werkskundendienst. Als Wärmepumpenhersteller sind wir selbstverständlich mit einem sehr gut geschulten Team an Kältetechnikern ausgestattet. Als Verkaufsunterstützung bieten wir eine Vielzahl von Hydraulik- und Elektro-Schemata. Außerdem bieten wir ein praxisnahes Schulungsprogramm an. (www.hoval.de/service/seminarprogramm-2015)

»de«: Wir danken Ihnen für das Gespräch.