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Neues Beiblatt zur Norm DIN VDE 0620

Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch

Quelle: Fotolia/fotomek
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Die Einteilung von Steckvorrichtungen erfolgt nach diesem Beiblatt nach folgenden Gesichtspunkten:
  • Steckvorrichtungen mit Schraubklemmen,
  • Steckvorrichtungen mit schraubenlosen Klemmen nur für starre Leiter,
  • Steckvorrichtungen mit schraubenlosen Klemmen für flexible Leiter,
  • Steckvorrichtungen mit schraubenlosen Klemmen für starre und flexible Leiter.
Durch Aufschriften an den Steckvorrichtungen mit schraubenlosen Klemmen muss eine geeignete Kennzeichnung über die Länge der Isolierung erfolgen. Es ist die Länge der Isolierung des Leiters anzugeben, die vor dem Anschluss an einer Steckklemme entfernt werden muss. Weiter muss eine Angabe erfolgen, ob die Steckvorrichtung nur für starre oder nur für flexible Leiter geeignet ist.

Wieder anschließbare Steckvorrichtungen müssen mit Schraubklemmen oder mit schraubenlosen Klemmen ausgerüstet sein. Nicht wieder anschließbare Steckvorrichtungen müssen mit Löt-, Schweiß-, Crimp- oder gleichermaßen dauerhaft wirksamen Verbindungen ausgestattet sein. Schraubverbindungen oder Steckverbinder mit Selbstverriegelung dürfen hier nicht verwendet werden.

Klemmen mit Schraubklemmung müssen eine angemessene mechanische Festigkeit haben.

Schrauben und Muttern zum anschließen der Leiter müssen ein metrisches ISO-Gewinde oder ein in Steigung und mechanischer Festigkeit vergleichbares Gewinde haben.Schrauben und Muttern von Klemmen müssen aus Metall sein und in sich in einem metallischen Gewinde befinden. Schrauben dürfen nicht aus weichem oder zum Kriechen neigendem Metall bestehen, wie z. B. Zink oder Aluminium.

Schraubenlose Klemmen dürfen für starre Kupferleiter, nur für flexible Kupferleiter oder sowohl für starre als auch flexible Kupferleiter geeignet sein.

Schraubenlose Klemmen ortsfester Steckdosen sind mit zwei Klemmstellen auszustatten. Wobei jede Klemmen den ordnungsgemäßen Anschluss von starren oder flexiblen Leitern gestattet. Der durch die Klemme aufzunehmende Leitungsquerschnitt muss von 0,75 mm² bis 2,5mm² möglich sein.

Im ebenfalls neu erschienen Beiblatt 2 zu dieser Norm ist ein umfassendes Verzeichnis von genormten Symbolen vorhanden, die auf Schaltern und Steckvorrichtungen angewendet werden.
Über den Autor
Autorenbild
Dirk Maske

BFE Oldenburg

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