Elektrotechnik als Marktplatz für Unternehmen in NRW und BeNeLux

Deutsch-niederländische Partnerschaft in der Elektrotechnik

25. Oktober 2018

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Der Wirtschaftsraum aus Nordrhein-Westfalen und den BeNeLux-Staaten ist einer der stärksten Wirtschaftsräume der Welt: 45 Millionen Menschen erwirtschaften jedes Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von rund 1,6 Billionen Euro. Die enge Verflechtung und Kooperation spiegelt sich auch in der Dortmunder Elektrofachmesse Elektrotechnik wider, deren nächste Ausgabe vom 13. bis 15. Februar 2019 stattfinden wird.

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Impressionen von der Elektrootechnik 2017; Quelle: Westfalenhallen GmbH / Foto: Anja Cord

Impressionen von der Elektrootechnik 2017; Quelle: Westfalenhallen GmbH / Foto: Anja Cord

Seit 50 Jahren ist die Fachmesse in Dortmund der zentrale Marktplatz für Elektro-Unternehmen aus Deutschland, NRW und den BeNeLux-Ländern. Bei ihrer Gründung 1969 war sie eine der ersten Fachmessen ihrer Art in Deutschland. Die Elektroindustrie ist eine der wichtigsten Branchen in den deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen. Sowohl in Deutschland als auch den Niederlanden genießen Industrieunternehmen und Handwerksbetriebe aus der Elektronik und Elektrotechnik eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Mit einem Exportvolumen von Elektro-Erzeugnissen und -Dienstleistungen in Höhe von knapp 101 Mrd. Euro sind die Niederlande nach Deutschland (182 Mrd. Euro) Europas Nummer 2 und die Nummer 8 in der Welt. Deutschland liegt weltweit sogar auf Rang 4. Insbesondere der Warenaustausch zwischen den beiden Ländern belegt die Bedeutung der Elektrobranche für beide Seiten.

55,4 % der aus Deutschland exportierten Elektronik und Elektrotechnik bleibt in Europa. Die Niederlande sind mit 5,2 % nach Frankreich  und Großbritannien  drittstärkster Importeur innerhalb Europas. Deutschland exportiert Elektronik und Elektrotechnik im Wert von rund 10,4 Milliarden Euro in das Nachbarland. Auch mit dem deutlich kleineren Belgien pflegt die Bundesrepublik einen intensiven Austausch von Elektrogütern (2,4 Prozent / 4,9 Mrd. Euro).

Auf Seiten der Niederlande ist Deutschland ebenso wichtig als Zielmarkt. Der niederländische Unternehmerverband FME, der mehr als 2.200 Technologieunternehmen aus Produktion, Handel, Automation und Wartung in den Metall-, Elektronik-, Elektrotechnik- und Kunststoffindustrien repräsentiert, gibt Deutschland als das mit Abstand wichtigste Exportziel für seine Mitglieder an. In seiner Unternehmensumfrage »Ondernemersonderzoek 2017« liegt Deutschland mit 27,2 % klar vor den zweitplatzierten USA mit 18,7 %. Auch im 3-Jahres-Ausblick ist Deutschland für 34,8 % der Unternehmen der wichtigste Wachstumsmarkt.

Besondere Rolle Nordrhein-Westfalens für die deutsche Elektrobranche

Blick über die Elektrotechnik

Blick über die Elektrotechnik

Nordrhein-Westfalen kommt in dieser Beziehung aus mehreren Gründen eine Sonderrolle zu: Zum einen ist die Zusammenarbeit mit den Niederlanden hier aufgrund der geografischen Nähe besonders intensiv – die BeNeLux-Staaten gehören traditionell zu den größten Direktinvestoren in NRW. Zum anderen ist das Bundesland mit mehr als 10.000 Unternehmen, über 100.000 Beschäftigten und 13 Mrd. Euro Netto-Umsatz alleine im E-Handwerk die Hochburg des deutschen Elektrohandwerks. Auch in der Industrie sind die Zahlen ähnlich beeindruckend: Gemäß den Auswertungen von IT.NRW und MEtall NRW, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie in NRW, kommen alleine die knapp 800 Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern auf gut 30 Mrd. Euro Umsatz in 2017. Davon entfallen rund 8 Mrd. Euro auf Unternehmen aus der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, und mehr als 22 Mrd. Euro aus der Herstellung elektrischer Ausrüstung. Insgesamt knapp 16 Mrd. Euro erwirtschaften die Betriebe mit den insgesamt rund 125.000 Mitarbeitern im Auslandsgeschäft, wobei der Export in die Niederlande mit rund 6 % über dem Bundesschnitt liegt.

Deutsch-Niederländische Kooperationen auf der Elektrotechnik

Der Dortmunder Elektrofachmesse Elektrotechnik kommt hier von jeher eine besondere Bedeutung für die deutsch-niederländischen Beziehungen zu. Die Elektrotechnik adressiert traditionell neben dem deutschen auch die Märkte in den BeNeLux-Staaten. Niederländische Beratungsunternehmen, Installationsfirmen oder Vertreter von Gemeinden und Oganisationen nutzen die Fachmesse, um sich zu den neuesten Technologie-Trends zu informieren und mit den deutschen Pendants auszutauschen. Durch die räumliche und sprachliche Nähe entstehen auch viele grenzüberschreitende Projekte, die von vergleichbaren Standards profitieren. Austeller und Besucher aus den Anrainern Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sind ein fester Bestandteil der deutschen Fachmesse. So kamen beispielsweise 2017 62,5 % der ausländischen Gäste auf der Elektrotechnik aus den Niederlanden. 2019 wird dieser Austausch weiter ausgebaut.

Derzeit wird für die kommende Elektrotechnik erstmals ein von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer organisierter niederländischer Gemeinschaftstand geplant.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Messe-Website www.messe-elektrotechnik.de

 

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