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Smart Building

So wird aus einer alten Fabrik ein Lifestyle-Workspace

17. Dezember 2018

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Das »Cisco openBerlin Innovation Center« zeigt, wie sich mit offenen Automatisierungslösungen Gebäude mit optimalem Nutzen realisieren lassen

Das Cisco Innovation Center

Das Cisco Innovation Center; ; Fotos: Klaus Heymach/vor-ort-foto.de

Das Gebäude des Cisco-Innovation-Centers besticht mit besonderem Charme. Gebaut im frühen 20. Jahrhundert wirkt das typisch industrielle Backsteingebäude mit seinem Vintage-Look warm und einladend. Dieser Eindruck ist gewollt und Teil einer durchdachten Strategie. »Unser Fokus lag nicht auf der Gebäudetechnik an sich, sondern wir haben uns gefragt, wer die Menschen sind, die hier arbeiten, was sie brauchen, damit sie sich wohl fühlen, Freude haben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können«, erklärt Mitko Vasilev, Mitgründer und CTO von openBerlin.

Schmelztiegel für Innovatoren

Bei openBerlin dreht sich alles um das Thema IoT, mit einem Schwerpunkt auf Manufacturing, Transportation und Logistics. Mit dem Projekt schafft Cisco eine offene Plattform für Partner, Start-ups und Unternehmen, um die Entwicklung global zu beschleunigen. So ist die Ideenwerkstatt als offenes Haus konzipiert und mit rund 100 Arbeitsplätzen ausgestattet. Cisco möchte Forscher, Entwickler und Vertreter von führenden Institutionen, Kunden- und Partnerfirmen wie azeti, Bosch und Intel anziehen, um gemeinsam innovative IoT-Lösungen zu erarbeiten.

Da die Produktion in dem Fabrikgebäude auf dem ehemaligen Berliner Gasometergelände erst im Dezember 2014 eingestellt wurde, handelte es sich um ein zeitlich ambitioniertes Projekt. Um ein Vorzeigeobjekt für das »Internet of Things« zu schaffen, setzte Cisco auch technisch die Messlatte hoch. Dazu gehörte der Vorsatz, die Räumlichkeiten mit einer Fläche von rund 1.000 m2 unter anderem mit über 10.000 Sensoren und Hightech-Kommunikation auszustatten, um möglichst detailliert Informationen über die aktuellen Bedingungen sowie das Geschehen und Befinden der Mitarbeiter im Gebäude erfassen zu können. Diese Datensammlung reicht von Informationen zu Licht- und Klimaverhältnissen über Gesichtserkennung bis zu Smartwatches.

Perfekte Komfortbedingungen

Die Gebäudeautomation des Innovation Centers basiert auf dem Feldbuscontroller BACnet/IP von WAGO; Fotos: Klaus Heymach/vor-ort-foto.de

Die Gebäudeautomation des Innovation Centers basiert auf dem Feldbuscontroller BACnet/IP von WAGO

Die Gebäudeautomation basiert auf dem Feldbuscontroller BACnet/IP von WAGO und ist so ausgelegt, dass sich ohne Eingreifen von außen sowohl die Beleuchtung als auch das Raumklima automatisch auf die optimalen Komfortbedingungen für die Mitarbeiter, Kunden und Partnern einstellen lässt. Das heißt, Lichtstärke und -farbe verändern sich je nach Jahres- beziehungsweise Tageszeit so, dass die Menschen individuell auf die Nutzung eines Raumes oder Arbeitsplatzes abgestimmt die besten Bedingungen vorfinden. Für das optimale Raumklima erfasst die Sensorik Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt, die der BACnet-Controller dementsprechend verarbeitet. Treffen sich zum Beispiel mehrere Personen in einem Raum, registriert das System dies und setzt automatisch die Raumtemperatur herab.

»Wir erfassen derzeit 26,5 GB an Daten pro Tag«, sagt Vasilev. »Davon nutzen wir bisher nur etwa 5 %.« Doch das soll sich in Zukunft ändern und das System um künstliche Intelligenz erweitert werden, um zum Beispiel vorrauschauende Maßnahmen in die Gebäudeautomation einzubinden. Doch das Projekt beeindruckt nicht nur durch Innovationskraft, sondern auch hinsichtlich Investitionskosten und Energieeffizienz: Im Vergleich zu anderen Cisco-Liegenschaften verzeichnet das Unternehmen Kosteneinsparungen von rund 30 %, während die Energieeinsparungen – unter anderem dank der bedarfsgerechten Temperatur- und Lichtregelung – bei rund 60 % liegen. Das Konzept dient nun weltweit als Vorbild für weitere neue Innovationszentren und Cisco-Projekte.

 

Die Langversion der Empower Story finden Sie unter: www.wago.com/de/gebaeudetechnik

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