Startseite Licht+Energie Elektromobilität Weltweit über 400.000 Elektroautos

Verdoppelung innerhalb eines Jahres

Weltweit über 400.000 Elektroautos

Wachstumsraten der letzten Jahre; Quelle: ZSW
Wachstumsraten der letzten Jahre; Quelle: ZSW
Die größere Nachfrage findet in den weltweiten Leitmärkten USA, Japan und China statt, so die Daten der Ulmer Forscher. Deutschland folgt erst auf Platz sieben – nach Frankreich, Holland und Norwegen.

Auf dem Zukunftsmarkt Elektromobilität liegen Länder mit Marktanreizprogrammen vorne. zählen heute zu den Leitanbietern. Davon profitieren besonders japanische und amerikanische Automobilkonzerne wie Nissan, General Motors und Toyota.

»Auch die Anstrengungen in Deutschland können sich sehen lassen«, bemerkt Prof. Dr. Werner Tillmetz, ZSW-Vorstand am Standort Ulm. Die Batterieforschung wurde deutlich ausgebaut und die Automobilhersteller entwickeln fortschrittliche Elektroantriebe auf Hochtouren. »Um aber einen Leitmarkt hierzulande mit einer durchgängigen Wertschöpfungskette inklusive der Schlüsselkomponente Batterie zu etablieren, bedarf es weiterer enormer Anstrengungen. Sonst verlieren wir den Anschluss an den globalen Wettbewerb.«

Seit drei Jahren konstant rasantes Marktwachstum weltweit

Ladesäule; Quelle: ZSW
Ladesäule; Quelle: ZSW
Laut ZSW-Untersuchung hat sich die Zahl der angemeldeten Elektrofahrzeuge in den letzten drei Jahren um jährlich gut 100 % erhöht. Anfang 2012 waren weltweit knapp 100.000 Elektroautos auf den Straßen unterwegs. Ein Jahr später erhöhte sich die Gesamtzahl auf 200.000. Zu Beginn dieses Jahres waren es bereits 405.000. Bleiben die Wachstumsraten der letzten drei Jahre auf dem gleichen Niveau, dann werden schon Anfang 2016 mehr als eine Million Elektrofahrzeuge weltweit unterwegs sein

Weit vorne liegen die Vereinigten Staaten mit 174.000 Elektroautos. Danach folgen Japan (68.000) und China (45.000). In den Niederlanden wurden fast 30.000 Elektrofahrzeuge zugelassen, in Deutschland nur 17.500. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Ranking der Automobilkonzerne. Hier führt Nissan mit bisher über 90.000 verkauften »Leaf«-Modellen, gefolgt von General Motors mit über 60.000 »Ampera« bzw. »Volt« und Toyota mit über 40.000 »Prius Plug-In«.

Auch beim Herzstück der Stromer, der Batterie, sieht die Rangliste für Europa ernüchternd aus. Die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge liegt wie schon bei der Konsumerelektronik fast ausschließlich in asiatischer Hand. »Ein Großteil der Fahrzeugbatterien stammt aus Japan oder Südkorea«, erklärt Tillmetz. Die Energiespeicher sind die Schlüsseltechnologie für die Antriebe der Zukunft und bestimmen unter anderem Kosten, Reichweite und Sicherheit der Fahrzeuge. »Wenn Deutschland den hohen Anteil der Batterien an der Wertschöpfung sichern möchte, braucht es einen koordinierten strategischen Ansatz zur Etablierung einer deutschen Produktion.«

Weitere INformationen finden sich unter www.zsw-bw.de.

 

 
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