Praxisfrage

Forderung nach Steckdosen mit Kinderschutz?

Frage gestellt am 25. März 2019

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Gibt es eine Vorschrift die die Verwendung von Steckdosen mit Kinderschutz in öffentlichen Gebäuden, in meinem Fall eine Bankfiliale mit Co-Working inkl. Cafe-Bereich, vorschreibt?
In welchen Gebäuden, Einrichtungen sind Steckdosen mit Kinderschutz zwingend vorgeschrieben?
M. G., Bayern

Kommentare aus der Community (2)

  1. Bereits seit einigen Jahren musste ich immer wieder feststellen, dass beim Herausziehen von Flachsteckern aus sogenannten Kinderschutz-Steckdosen die leicht überstehenden metallischen Kontaktkappen auf den Stiften von den Schiebern in der Steckdose festgehalten werden. Beim Ziehen der Stecker führte dies bereits etliche Male dazu, dass sich die meist vergossenen oder gar nur geklipsten Flachstecker in ihre Teile zerlegten, so dass ihre unter Spannung stehenden Teile problemlos berührt werden konnten. Besonders problematisch ist dies bei Steckernetzteilen mit integriertem Flachstecker, die anstatt bei ordnungsgemäßem Ziehen aus der Steckdose herauszugleiten, gerne an den Schiebern des Berührungsschutzes hängenbleiben und auseinanderbrechen.
    Von einigen Kollegen hörte ich bereits, dass sie bei Installationen mit Berührungsschutz- Steckdosen den Schieber aus Sicherheitsgründen stets entfernen.
    Bereits vor einigen Jahren teilte mir der VDE auf meinen Hinweis mit, dass solche lebensgefährlichen Konstruktionen durchaus normgerecht wären.

  2. Die Bemerkungen von P.H sind ein interessanter Aspekt, falls es sich nicht um einen Aprilscherz handelt.

    Es ist dann aber offensichtlich in erster Linie ein Problem der Inkompatibilität der Flachstecker.

    In einer Untersuchung der UL wird beispielsweise bei einer Untersuchung von 400
    nicht zertifizierten Ladegeräte eine Fehlerrate von 99 % festgestellt.

    https://news.ul.com/news/99-rercent-failure-rate-counterfeit-phone-adapters

    Für solche Fälle wäre wohl die Meldung der betroffenen Stecker und Netzteile an die RAPEX Liste das richtige Verfahren, um den Markt zu bereinigen.

    Andererseits wäre möglicherweise eine etwas geänderte Konstruktion der Schieber
    auch eine Lösung. Die müssen sicher nicht notwendigerweise vorn keilförmig und
    eckig sein. Eine abgerundete Form würde das Problem von Seite der Dose sicher verringern.
    Auch hier wäre entweder das RAPEX Verfahren angebracht oder ein konkreter Hinweis
    an den betreffenden Hersteller der Dose oder das Normungskomitee.


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