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Entwurf zur neuen VDI/VDE-Richtlinie 6008 Blatt 3

Elektroinstallation in barrierefreien Lebensräumen

Auf einen Blick Richtlinie Die neue VDI / VDE-Richtlinie 6008 Blatt 3 gibt eine wichtige Hilfestellung zur Erreichung der Schutzziele nach der DIN 18040

Barrierefreiheit Barrierefreie Installation ist ein Ziel für alle Menschen, egal ob uneingeschränkt oder behindert
Die Anforderungen an barrierefreies Bauen sind bis heute nicht eindeutig formuliert – in den aktuellen Regelwerken zum Thema »Barrierefreie Lebensräume« finden sich immer noch große Lücken. Mit der Richtlinienreihe VDI 6008 gibt die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG) deshalb einen Überblick, wie sich durch den Einsatz technischer Lösungen Barrieren im Alltag reduzieren lassen.

Im Gegensatz zu anderen Regelwerken beschränkt sie sich dabei nicht vorrangig auf Rollstuhlfahrer, sondern berücksichtigt auch diverse andere Personengruppen – von Menschen mit Geh­behinderung, kognitiven Einschränkungen bis hin zu Senioren oder Eltern mit Kindern.

Die Richtlinienreihe VDI 6008 soll es möglichst vielen Personengruppen erleichtern – ob mit oder ohne Mobilitätseinschränkungen –, die eigene Wohnung und außerhalb ihres Wohnumfeldes öffentliche Einrichtungen zu nutzen. Dafür werden sowohl Anforderungen als auch Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen betrachtet und entsprechend geeignete Produkte und Systeme aufgezeigt.

Die Richtlinienreihe VDI 6008 gliedert sich in fünf Blätter. Während sich Blatt 1 den allgemeinen Anforderungen und Planungsgrundlagen für barrierefreie Lebensräume widmet, fokussieren die übrigen Blätter die Bereiche Sanitärtechnik, Elek­trotechnik, Fördertechnik und Zugänge:
  • VDI 6008 Blatt 1: Allgemeine Anforderungen und Planungsgrundlagen
  • VDI 6008 Blatt 2: Möglichkeiten der Sanitärtechnik
  • VDI/VDE 6008 Blatt 3: Möglichkeiten der Elektrotechnik und Gebäudeautomation
  • VDI 6008 Blatt 4: Möglichkeiten der Fördertechnik
  • VDI 6008 Blatt 5: Türen, Tore, Zugänge

Zielgruppen der Richt­linien­reihe

Die Richtlinienreihe spricht unterschied­liche Zielgruppen an, die sich wie folgt klassifizieren lassen:
  • Architekten, Planer und Ingenieure
  • ausführende Firmen, z. B. Elektrofachbetriebe
  • Bauherren und Investoren
  • Entscheider in der Wohnungswirtschaft
  • Kommunale und staatliche Bauämter
  • Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände und karitative Einrichtungen
  • Betroffene und Angehörige
  • Schulungs- und Ausbildungseinrichtungen
  • Kostenträger für technische Maßnahmen im Sinne der Richtlinie (z. B. Krankenkassen)

Definition »Barrierefreiheit« nach VDI/VDE 6008

Auf einen Blick

Fachbeiträge

Spezialität: AAL-Produkte »de« 17.2012 ¬ S. 52

VDE-AR-E 2757-3 – Service Wohnen zu Hause »de« 11.2012 ¬ S. 54 und »de« 12.2012 ¬ S. 52
Die Anforderungen zum barrierefreien Bauen berücksichtigen überwiegend die Bedürfnisse von Menschen, die sehr starke Seheinschränkungen haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, z. B. Rollstuhlfahrer. »Barrierefrei« wird dabei oft mit »behindertengerecht« verwechselt. Die VDI-Richtlinienreihe 6008 versucht, die Bedürfnisse möglichst aller Menschen zu berücksichtigen, und definiert Barrierefreiheit wie folgt:

»Barrierefreiheit bedeutet, dass Liegenschaften und deren technische Gebäudeausrüstung von Menschen in jedem Alter und mit jeder Mobilitätseinschränkung oder Behinderung betreten oder befahren und selbständig sowie weitgehend ohne fremde Hilfe benutzt werden können und damit individuelle Potenziale zum selbstständigen Handeln nicht einschränken.«

Diese Definition orientiert sich an gesetzlichen Forderungen wie dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), erweitert aber den Nutzerkreis erheblich. Barrierefreiheit ist demnach ein Ziel für alle Menschen, egal ob jung oder alt, klein oder groß, gesund oder krank, uneingeschränkt oder behindert. Das Ziel ist dann erreicht, wenn man barrierefreie Lösungen gar nicht mehr als solche erkennen kann.

Ambient Assisted Living (AAL)

Bild 1: Steckdosen mit LED-Orientierungslicht leuchten den Boden­bereich aus
Bild 1: Steckdosen mit LED-Orientierungslicht leuchten den Boden­bereich aus
Besonders wichtig in einem barrierefreien Lebensraum ist die unauffällige Unterstützung der Nutzer durch die Visualisierung von Zuständen, durch eine automatische Steuerung von Systemen, die nutzerorientierte Überwachung von Abläufen und das automatische Eingreifen im Gefahrenfall. Zu diesem Zweck kommen AAL-Systeme (Ambient Assisted Living) zum Einsatz.

Assistenzsysteme sind grundsätzlich für Menschen aller Altersgruppen hilfreich, sie erhöhen den Wohnkomfort und schützen vor gefährlichen Situationen: Für kleine Kinder, die in der Dunkelheit Angst haben, ist eine Orientierungsbeleuchtung, die sich bei Bewegung automatisch einschaltet, genauso hilfreich wie für ältere Menschen, die in der Nacht aufgrund von kognitiven Einschränkungen Orientierungsschwierigkeiten haben oder sturzgefährdet sind. Die VDI/VDE 6008 Blatt 3 gibt dem Elektrohandwerk u. a. einen umfassenden Überblick über marktfähige Assistenzsysteme und deren Nutzen.

VDI/VDE 6008 Blatt 3: Anforderungen an die Elektrotechnik

Um technische Systeme einfach und intuitiv benutzen zu können, müssen sie auf den Anwendungskontext des Nutzers zugeschnitten sein und dessen Alter, seine Erfahrungen und Fähigkeiten sowie seine Denk- und Arbeitsweisen berücksichtigen. Bei älteren Nutzern erhöht ein möglichst frühzeitiger Einsatz der Systeme die notwendige Akzeptanz. Denn ältere Menschen können sich insbesondere nach dem Auftreten einer Beeinträchtigung nicht mehr so einfach mit neuen Technologien vertraut machen.

Selbstbestimmte Lebens­führung

Bei Beeinträchtigungen in der Mobilität, in der visuellen oder der auditiven Wahrnehmung können Hilfsmittel wie z. B. spezielle Sensoren, Schalter und Steuerungen eine weitgehend eigenständige Lebensführung unterstützen. Zusätzliche Funkschalter, op­tische Anzeigen (Leuchten) und akustische Signale (Tür- / Telefonklingel) erleichtern die Bedienung. Immer mehr gewinnt auch die Elektromobilität an Bedeutung. Pedelecs, E-Bikes, aber auch Elektrorollstühle kommen verstärkt zum Einsatz. Unter Berücksichtigung der DIN EN 50272 ist ein geeigneter Platz für die Batterieladung vorteilhaft.

Licht

Ausreichend helles Licht ist für viele Tätigkeiten erforderlich und hilft u. a., Stürze zu verhindern. Viele Nutzer empfinden sehr helles Licht aber als »ungemütlich« oder sogar störend, besonders wenn z. B. die Blendwirkung zu groß ist. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Dimmern. Drehdimmer eignen sich besonders, da die Bedienung bekannt und einfach ist. Eine Alternative stellen Touchdimmer dar, mit denen man die gewünschte Helligkeitsstufe direkt einstellen kann und die durch LED und ein akustisches Signal eine Rückmeldung über die eingestellte Helligkeitsstufe geben.
Bild 2: Automatikschalter schalten das Licht selbstständig ein
Bild 2: Automatikschalter schalten das Licht selbstständig ein
Der gezielte Einsatz von kaltweißem Licht (> 5000 K) senkt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und aktiviert dadurch den Nutzer. Überdies erleichtert es durch bessere Wahrnehmung bestimmte Tätigkeiten wie z. B. das Lesen oder auch Pflegetätigkeiten. Die Verwendung von warmweißem Licht (≤ 3.000 K) am Abend kann umgekehrt die Schlafphase vorbereiten. Eine dynamische Steuerung der Farbtemperatur des Lichtes unterstützt den Biorhythmus des Nutzers.

Steckdosen mit einem integrierten LED-Orientierungslicht (Bild 1) leuchten dezent den Bodenbereich aus. In Bereichen, in denen eine besondere Gefährdung der Nutzer besteht – z. B. in Fluren, Treppenhäusern und Kellerbereichen –, sollte das Licht selbsttätig durch Automatikschalter (bei Bedarf gedimmt) eingeschaltet werden (Bild 2).

Türkommunikation

Bild 3: Türkommunikation – ein Plus an Komfort und Sicherheit
Bild 3: Türkommunikation – ein Plus an Komfort und Sicherheit
Eine Türkommunikationsanlage muss vorhanden sein. Neben der Kommunikation dient sie der Zugangskontrolle und bietet dem Nutzer damit zusätzliche Sicherheit (Bild 3). Die Türstation muss die Bereitschaft zum Sprechen optisch anzeigen. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz einer Videotürsprechanlage. Der Nutzer sieht, wer vor der Tür steht, und die Kommunikation vereinfacht sich durch das Erkennen der Gesten und der Lippenbewegungen.

Alle Funktionen wie Bild und Sprache müssen auch auf andere Geräte übertragen werden können, z. B. auf Computer oder spezielle Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen. Anlagen, die die vorhandene Zweidraht-Installation nutzen können, vereinfachen die Nachrüstung. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen muss die Aufschaltung auf eine Sicherheitszentrale (virtueller Türsteher) möglich sein. Für die Haustür ist ein elektrischer Türöffner vorzusehen.

Sicherheit

In jeder Wohnung sollte sich mindestens ein Rauchwarnmelder befinden (Bild 4). Es muss sichergestellt sein, dass die regelmäßige Funktionsprüfung durchgeführt wird. In Räumen mit erheblichen Störeinflüssen wie Küchendämpfen kann man Rauchwarnmelder einsetzen, die Gefahren über Wärmesensoren erkennen. Eine Vernetzung der Rauch­warn­melder erhöht die Sicherheit – alle Melder signalisieren eine lokale Rauchentwicklung.
Bild 4: Rauchwarnmelder erhöhen die  Sicherheit
Bild 4: Rauchwarnmelder erhöhen die Sicherheit
Länger unbeaufsichtigte Betriebsphasen des Elektro- oder Gasherds sollen durch ein geeignetes akustisches bzw. optisches Signal angezeigt werden, das der Nutzer quittieren muss. Erst wenn der Herd manuell ausgeschaltet ist, darf die Freigabe zur Wiedereinschaltung des Herds erfolgen. Falls die Quittierung nicht erfolgt, soll sich der Herd automatisch abschalten.

Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses sollen alle elektrischen Verbraucher – wie z. B. die Kaffeemaschine oder Radiogeräte – durch einen Schalter neben der Wohnungstür zentral abschaltbar sein. Idea­lerweise sieht man bei der Planung dafür separate Stromkreise vor. Bei Bedarf kann eine automatische Abschaltung durch geeignete Sensoren oder Türkontakte erfolgen. Diese Lösung bietet sich vor allem für Menschen mit kognitiven Einschränkungen an.

Das erhöhte Sicherheitsbedürfnis der Nutzer kann durch den Einsatz von Panikschaltern in der Nähe der Wohnungstür oder am Bett bedient werden. Diese lösen im Gefahrfall eine definierte Aktion aus. Das Einschalten des Lichtes oder das Öffnen von Rollläden kann z. B. Einbrecher abschrecken, über die Aktivierung eines Telefongeräts mit Sprachmeldung lassen sich Hilferufe absenden.

Luftqualität

Die Luftqualität sollte durch einen CO2-Raumluftsensor (Bild 5) überwacht und die Überschreitung eines Grenzwertes von 1.000 ppm CO2 angezeigt werden. Bei Bedarf kann eine automatische Lüftung erfolgen. Pro Raum muss ein Fenster für die Nachrüstung mit elektrischen Antrieben vorbereitet sein.

Rufsysteme

Bild 5: Ein CO2-Sensor überwacht die Qualität der Raumluft
Bild 5: Ein CO2-Sensor überwacht die Qualität der Raumluft
Sanitärräume in Wohnungen sollen mit stationären Tastern und Zugschaltern ausgestattet werden, da die Funkfinger der Hausnotrufgeräte häufig vergessen werden. Insbesondere muss die Notrufauslösung im Bereich der Dusche und der Badewanne möglich sein, da diese Bereiche ein besonderes Gefahrenpotenzial bergen. Der Notruf kann in der Wohnung durch akustische oder optische Signale angezeigt sowie via Telefon zu einer betreuenden Person weitergeleitet werden. Es empfiehlt sich der Einsatz von Geräten, welche die Anforderungen der VDE 0834 erfüllen.

In behindertengerechten Toiletten öffentlich zugängiger Gebäude muss sichergestellt sein, dass der Notruf auf das Telefon einer anwesenden Person oder auf eine Notrufzentrale weitergeleitet wird, wenn auf das optische Türsignal keine Reaktion erfolgt. Die Notrufeinrichtung muss regelmäßig geprüft und die Prüfung dokumentiert werden.

Notrufeinrichtungen werden auch in Behandlungsräumen in medizinischen Einrichtungen gefordert. Der Patient muss das Personal in einer bedrohlichen Situation durch ein akustisches oder optisches Signal alarmieren können. In den o.g. Anwendungsfällen sind Rufsysteme nach VDE 0834 die sicherste Lösung (Bild 6).

Richtlinien, Normen und Regeln der Technik

Bild 6: Rufsystem nach VDE 0834
Bild 6: Rufsystem nach VDE 0834
Neben der einleitend erwähnten Richtlinienreihe VDI 6008 gibt es weitere Normen, die sich mit dem Thema »Barrierefreiheit« befassen und die Planer und Elektrohandwerker berücksichtigen müssen. Eine Norm ist eine technische Spezifikation, die von einem anerkannten Normungsgremium zur wiederholten oder ständigen Anwendung angenommen wurde. Die Einhaltung von Normen ist grundsätzlich nicht zwingend vorgeschrieben (Richt­linie 83/189/EWG) – es sei denn, sie wird als allgemein anerkannte Regel der Technik eingestuft, ist als technische Vorschrift eingeführt oder wird vertraglich vereinbart.

Die allgemein anerkannten Regeln der Technik sind nicht immer identisch mit den Normen. Vielmehr gehen sie über die allgemeinen technischen Vorschriften hinaus, wozu auch die Normen gehören. So können VDI-Richtlinien als allgemein anerkannte Regeln der Technik angesehen werden. Und die allgemein anerkannten Regeln der Technik müssen eingehalten werden.

Eine Abweichung ist nur dann zulässig, wenn man die gleichen Schutzziele erreicht, welche die allgemeinen anerkannten Regeln der Technik beschreiben. Dies ist in der Regel nachzuweisen und sollte dokumentiert werden. »Barrierefreies Bauen« wird in den Landesbauordnungen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gefordert.

Barrierefreies Bauen nach den Landesbauordnungen

Auf einen Blick Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik GGT: www.gerontotechnik.de

Informationen des Bundesforschungsministeriums zu AAL: www.aal-deutschland.de

Deutsche Normungs-Roadmap zu AAL: Download unter: www.dke.de/de/std/AAL/documents/deutsche_normungs-roadmap_aal.pdf
Nach den Landesbauordnungen müssen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen in der Regel die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei sein. Ebenso sind öffentlich zugängige bauliche Anlagen und Einrichtungen, die einem allgemeinen Besucherverkehr dienen, so zu errichten, dass auch alte Menschen und Personen mit Kleinkindern diese zweckentsprechend nutzen und barrierefrei erreichen können. Als Grundlage dienen die DIN 18040 und die darin beschriebenen Schutzziele.

Die DIN 18040 gilt für Neubauten, soll aber auch bei Umbauten oder Modernisierungen sinngemäß angewendet werden. Ein Teil der Norm bezieht sich auf öffentliche Gebäude sowie dazugehörige Außenanlagen, ein zweiter Teil befasst sich mit den Privatbauten. Die DIN 18040 be­­sagt, dass die Schutzziele auch auf andere Weise als in der Norm festgelegt erfüllt werden können und für spezielle Nutzergruppen zusätzliche oder andere Anforderungen notwendig sein können.

Die Schutzziele bieten Orien­tierung und veranschaulichen beispielhaft, was unter dem teils abstrakt empfundenen Begriff »Barrierefreiheit« zu verstehen ist. Sie sagen aus, welches Sicherheitsniveau mit Maßnahmen aller Art hinsichtlich einer bestimmten Gefahrenkategorie im Minimum erreicht werden muss. Sie sind so formuliert, dass sie den angestrebten Endzustand darstellen, lassen aber den Weg, wie das Ziel erreicht werden soll, möglichst offen.

Schutzziele im Bereich Elek­troinstallation nach DIN 18040

Die wichtigste Forderung bei der Elektroinstallation ist die Beachtung des sogenannten Zwei-Sinne-Prinzips: Bedienelemente, Anzeigen, Informationen und Funktionen müssen möglichst mit zwei Sinnen wahrgenommen werden können und sollten kontrastreich gestaltet sowie ertastbar sein. Insbesondere die Schutzziele für folgende Bereiche sind zu beachten:
  • Bedienelemente wie Sensortaster, Touch­screens oder Automatikschalter dürfen nicht ausschließlich als Bedienelemente verwendet werden. Schalter / Taster sind grundsätzlich so zu montieren, dass das Achsmaß der Bedienhöhe 85 cm über »Aus« beträgt. Bei mehreren Schaltern / Tastern, die übereinander angeordnet sind, darf das Achsmaß des obersten Schalters / Tasters 105 cm nicht überschreiten und das des untersten 85 cm nicht unterschreiten. Wünschens­wert ist eine eindeutige Rückmeldung bei Funktionsauslösung, z. B. durch eine eindeutige Schalterstellung oder durch ein akustisches oder optisches Signal sowie eine maximale aufzuwendende Kraft bei der Bedienung von 5,0 N.
  • Türkommunikationseinrichtungen müssen die Hörbereitschaft der Gegenseite (Sprachaufforderung) und die elektrische Freigabe der Türfalle optisch anzeigen.
  • Notrufanlagen für Toiletten müssen in öffentlichen Gebäuden vorgesehen werden. Sie müssen sowohl sitzend vom WC-Becken aus, als auch am Boden liegend ausgelöst werden können. Auch für blinde Menschen muss die Notrufanlage einfach zugängig und nutzbar sein.
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Über den Autor
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Dipl.-Phys. Ing. Rolf Joska

Vorsitzender des Arbeitskreises VDE / DKE AK 1811.0.4 – AAL in Wohngebäuden und im Wohn­umfeld

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