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Lohnende Mandantengespräche

Steuerberatung umfasst breites Themenspektrum

Steuerberatung umfasst  breites Themenspektrum
(Bild: Bundessteuerberaterkammer)

Wie kann ich meinen Elektrohandwerksbetrieb zukunftssicher aufstellen? Wie lässt sich die Finanz- und Lohnbuchhaltung im Betrieb digital abwickeln? Was muss ich tun, um eine krisenhafte Entwicklung frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern? Diese und viele weitere Fragen beantwortet jemand, der noch viel mehr kann außer Steuern – der Steuerberater!

Anders als ein externer Unternehmensberater hat dieser bereits detaillierte Kenntnisse zu den betrieblichen, finanziellen und persönlichen Verhältnissen seiner Mandanten. So kann der Steuerberater auch bei der Vorbereitung betriebswirtschaftlicher Entscheidungen wie größeren Investitionen für den Betrieb, bei der Standortwahl oder bei einer Umstrukturierung helfen.

Digitalisierung: was ist zu tun?

Viele Unternehmer wissen, dass es Zeit ist, etwas zu tun, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Ratsam ist hier, den eigenen Steuerberater um Hilfe zu bitten. Er kann dabei unterstützen, Abläufe effizienter zu gestalten und den Betrieb modern aufzustellen. Oft muss dafür zunächst eine ganzheitliche Betriebsanalyse durchgeführt werden. Diese verschafft einen Überblick zu den vorhandenen Systemen, wo Ergänzungs- oder Verbesserungsbedarf besteht, was in welcher Reihenfolge umgesetzt werden soll und welche Software benötigt wird. Anschließend wird ein passgenauer Fahrplan für die digitale Transformation des Betriebs erstellt. 

Doch was heißt das konkret? Betriebe können bspw. von einer digitalen Finanz- und Lohnbuchhaltung profitieren. Die Vorteile einer medienbruchfreien Kommunikation zeigen sich vor allem bei der Kommunikation mit Behörden und Kunden. Denn diese spart Zeit und Kosten und schützt vor Übertragungsfehlern. Außerdem ist sie nicht ortsgebunden. Ein Vorteil, der gerade in Corona-Zeiten offen zutage trat.

Rechnungen und Überweisungen können Elektrohandwerker heutzutage problemlos per E-Mail erstellen oder einscannen, statt diese umständlich einzeln auszufüllen. Nicht zu verachten: Der Sicherheitsaspekt erhöht sich, da Belege nicht mehr auf dem Postweg verloren gehen können. Andererseits ist auch verstärkt auf Datensicherheit und Datenschutz im eigenen Betrieb zu achten.

Doch Achtung! Für die digitale Transformation ist es empfehlenswert, nichts zu überstürzen. Sinnvoll ist es, zunächst mit der Lohnbuchhaltung anzufangen, denn die Umstellung ist vergleichsweise einfach und dank einer guten Auswahl an Standardsoftware in kurzer Zeit vollzogen. Viele Betriebe verfügen bereits über passende Software, ohne es zu wissen – ein Grund mehr, sich an den Steuerberater zu wenden.

Betriebswirtschaftliche Beratung

Der Steuerberater sollte auch bei allen betriebswirtschaftlichen Themen bereits frühzeitig mit einbezogen werden. Denn anders als bei der steuerlichen Beratung, setzt die betriebswirtschaftliche Beratung bereits an, bevor eine Entscheidung getroffen wurde. Der Steuerberater hilft dabei, die Konsequenzen bestimmter Handlungen vorab einzuschätzen und so Wachstumschancen für den Elektrohandwerksbetrieb besser zu nutzen bzw. eine Krise zu vermeiden oder sie zu überwinden.

Soll beispielsweise investiert werden, kann der Steuerberater die notwendigen Zahlen für ein Gespräch mit der Bank zusammenstellen und aufbereiten. Soll ein Betrieb eröffnet oder erweitert werden, ist ein Businessplan anzufertigen. Auch hierbei unterstützt der Steuerberater, indem er Planungsrechnungen erstellt und umfassend zu möglichen KfW- und/oder anderen Förderprogrammen berät. Damit die entsprechenden Zins- und Tilgungszahlungen stets pünktlich leistbar sind, hilft der Steuerberater außerdem bei der Liquiditätsplanung. Soll der betriebliche Erfolg des Elektrobetriebs untersucht werden, ist eine Erfolgs- und Liquiditätsplanung hilfreich und ggf. eine Nachkalkulation für die Bereiche ohne ausreichenden Erfolgsbeitrag er­forderlich.

Mit einer regelmäßigen Auswertung der wichtigen Kennzahlen des Elektrohandwerks behält der Steuerberater den Betrieb stets wachsam im Auge. So werden u. a. Kennzahlen wie Umsatz, Wertschöpfung, Gesamt­kapitalrendite, EBIT-Marge oder Cashflow analysiert und Maßnahmen ergriffen, die den langfristigen und dauerhaften Betriebserfolg sicherstellen.

Ein proaktives Handeln ist immer empfehlenswert: Ein regelmäßiger Austausch mit dem eigenen Steuerberater lohnt sich, damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt – das Elektrohandwerk!

Weitere Informationen gibt es bei der Bundessteuerberaterkammer unter bstbk.de und steuerberater-morgen.de.

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Über den Autor
Autorenbild
Daniel Sander

Bundessteuerberaterkammer KdöR, Berlin

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