Home Elektroinstallation Elektrische Maschinen Neuer Name - gleiches Portfolio: SPS 2019

Nachbericht zur Messe

Neuer Name - gleiches Portfolio: SPS 2019

Am Stand von Siemens auf der SPS 2019
Am Stand von Siemens auf der SPS 2019
(Bild: Redaktion "ema")

Trotz des erneut hohen Publikumszuspruchs gab es für die Veranstalter zumindest einen kleinen Wermutstropfen: So ging die Besucherzahl gegenüber den Vorjahren um etwa 2 000 (- 3%) auf ca. 63 700 zurück. Damit war die Gesamtbesucherzahl tatsächlich die zweitgeringste der vergangenen fünf Jahre. Dennoch ist und bleibt die Messe bei Fachbesuchern weiterhin beliebt: 94 % der Anwesenden planen, der Messe auch in diesem Jahr einen Besuch abzustatten und schätzen die Veranstaltung insbesondere als Informationsquelle, was Produktneuheiten und Trends angeht (75 % der Befragten).

Bild 1: Lässt sich auch über das TIA-Portal ansteuern – der Motorstarter Simatic ET 200SP von Siemens
Bild 1: Lässt sich auch über das TIA-Portal ansteuern – der Motorstarter Simatic ET 200SP von Siemens

(Bild: Siemens)

Angebot für Motorstarter erweitert

Einer der großen »Player« hatte gleich eine ganze Halle für sich (Aufmacherbild). Siemens präsentierte u. a. eine Erweiterung des Portfolios für Motorstarter Simatic ET 200SP (Bild 1) um vier neue Geräte, mit denen sich elektrische Antriebe mit einer Leistung von 0,1 … 0,4 A starten lassen. Solche Antriebe finden sich beispielsweise in Lüftern und Kühlmittelpumpen. Die kompakten Motorstarter werden in Schaltschränken verbaut und sind darauf ausgelegt, ein- und dreiphasige Motoren von Maschinen und Anlagen zu starten und vor Überlast und Kurzschluss zu schützen. Sie sind jeweils in Standard- und Sicherheitsausführung verfügbar.

Zu den weiteren Neuerungen des Portfolios gehören eine aktualisierte Firmware sowie eine vereinfachte Gruppenabschaltung. Die Firmware V1.2.0 ermöglicht es, die Motorschalter Simatic ET 200SP direkt über das Totally-Integrated-Automation-Portal (TIA) von Siemens anzusteuern und Testläufe mit dem angeschlossenen Motor auszuführen. Sie bietet zudem umfassendere und präzisere Diagnosemöglichkeiten.

Wer mehr über diese Siemens-Motorstarter-Generation erfahren möchte, kann hier nachlesen.

Bild 2: Drive Controller Combivert F6 Pro mit geberlosen Sicherheitsfunktionen von KEB
Bild 2: Drive Controller Combivert F6 Pro mit geberlosen Sicherheitsfunktionen von KEB

(Bild: KEB)

Geberlos sicher

Für den sicheren Betrieb von unterschied­lichen Motortechnologien hat KEB Automa­tion universelle Controller entwickelt (Bild 2). Die »Drive Controller Combivert F6« sind Frequenzumrichter, Servo- oder auch Sonderantrieb in einem Gerät. Sie vereinfachen die Auswahl in Antriebsanwendungen und optimieren somit Lager, Logistik und Kosten. Zu den bisher vier Gehäusegrößen mit Nennleistungen bis 90 kW zeigte das Unternehmen auf der SPS weitere Leistungsstufen bis 450 kW für die geberlose und geberbehaftete Regelung von unterschiedlichen Motortechnologien (ASM, SSM, IPM, SynRM).

Eine hohe Überlastfähigkeit, die schnelle Reaktion auf Laständerungen oder auch die universelle Anbindung an übergeordnete Steuerungssysteme – mit diesen Eigenschaften setzt der Controller dynamischen Aufgaben in Maschinen und Anlagen, Kranen, Aufzügen oder Hebeeinrichtungen zuverlässig um.

Neben der kompakten Bauform optimieren schutzbeschichtete Baugruppen und die hohe Rüttelfestigkeit den Betrieb in rauen Umgebungs- und Einsatzbedingungen. Mit dem »All-in-one-Konzept« bieten die Geräte ein komfortables Bedienpanel, Schonung des Einspeisenetzes dank Drossel und EMV-Filter sowie funktionale Sicherheit über die sichere Drehmomentabschaltung. Auswahl und Installation der Geräte sind einfach: Die Anwendung und Handhabung wird durch die Inbetriebnahme- und Diagnosesoftware »Combivis 6« mit zahlreichen sog. »Wizards« komfortabel gestaltet.

Bild 3: Der kolbenstangenlose Linearantrieb von Parker Hannifin
Bild 3: Der kolbenstangenlose Linearantrieb von Parker Hannifin

(Bild: Parker Hannifin)

Kolbenstangenloser Linear­antrieb

Für hohe Lastaufnahmen und große Vorschubkräfte bietet die Antriebsreihe »HLR« (High Load Rodless) der Parker Hannifin ­GmbH eine Lösung (Bild 3). Der elektromechanische ­Linearaktuator wurde speziell für OEM-Anwendungen entwickelt. Sowohl die in verschiedenen Längen erhältlichen Verbindungswellen als auch eine große Auswahl an zusätzlichem Zubehör ermöglichen den schnellen und einfachen Aufbau von doppel- oder mehrachsigen Portalsystemen bei reduziertem Konstruktionsaufwand und geringerer Komplexität. Typische Einsatzbereiche der HLR-Antriebe sind Verpackungsmaschinen, Förder- und Zuführsysteme sowie verschiedene andere Anwendungen, bei denen große Lasten in engen Bauräumen bewegt werden.

Das zahnriemengetriebene, lineare Antriebssystem bietet dank der Konstruktion mit Kugelumlaufführung eine Tragfähigkeit von 3 847 N basierend auf einer theore­tischen Lebensdauer von 8 000 km. Sie gewährleisten eine geradlinige Bewegung über den gesamten Hubbereich und helfen so, zuverlässige Mehrachslösungen zu realisieren. Die von beiden Seiten zugänglichen Schmieranschlüsse reduzieren den Wartungsaufwand und halten die Gesamtbetriebskosten gering. Die Aktuatoren sind in zwei Baugrößen verfügbar, RoHS-konform, standardmäßig mit Edelstahlabdeckungen und für den Einsatz in rauen Umgebungen gemäß IP40 ausgestattet.

Bild 4: Der neue Maschinenschutztürantrieb von Siei Areg besteht aus einem Regelgerät (l.) und einem Servomotor – hier mit Kabel und Zahnriemenscheibe (Mitte) und mit Anschlussstecker (r.)
Bild 4: Der neue Maschinenschutztürantrieb von Siei Areg besteht aus einem Regelgerät (l.) und einem Servomotor – hier mit Kabel und Zahnriemenscheibe (Mitte) und mit Anschlussstecker (r.)

(Bild: Siei Areg)

Kompakter Maschinenschutz­türantrieb

Die Baureihe der Maschinenschutztürantriebe vom Typ »KFM 24 Safety« ist die jüngste der insgesamt drei Schutztürantriebsserien von Siei Areg: KFM05a, KFM Safety und KFM 24 Safety. Als Niederspannungsausführung mit integriertem Profinet-Feldbus verfügt der KFM 24 Safety über die Sicherheitsfunk­tionen PLc und SIL1 sowie über einen Servomotor, der bei vielen Applikationen ein Getriebe überflüssig macht (Bild 4).

Für die Versorgung des KFM 24 Safety ­reichen Kleinspannungen von 24 V DC aus. Damit ist er flexibel einsetzbar. Sein Wirkungsgrad liegt nach Herstellerangaben bei über 90 %. Er entwickelt im Betrieb nur ­wenig Wärme und überzeugt durch einen ­reduzierten Leistungsbedarf.

Bild 5: Die energiesparenden LED-Schaltschrankleuchten der Serie 7L von Finder
Bild 5: Die energiesparenden LED-Schaltschrankleuchten der Serie 7L von Finder

(Bild: Finder)

Sicheres Arbeiten bei gutem Licht

Auf der SPS stellte die Finder GmbH ihre neue Schaltschrankkomponente vor, die diesmal nichts mit Schalten, Beheizen oder Belüften zu tun hat: Die LED-Leuchten der Serie 7L (Bild 5) in diversen Ausführungen sorgen stattdessen für eine gute und energiesparende Beleuchtung im Schaltschrank, die Arbeiten an den Elektronikgehäusen und ­Bedienfeldern komfortabler, einfacher und sicherer macht.

Befestigen lassen sich die wartungsfreien LED-Schaltschrankleuchten wahlweise magnetisch, mit Schrauben oder einem Clip-Montageset. Ihre Leistungsaufnahme liegt bei 5 W, die Spannungsversorgung bei 12 … 48 V DC oder 110 … 240 V AC. Die ­Lebensdauer erreicht nach den Angaben ca. 60 000 Betriebsstunden. Abhängig vom Produkttyp fließt ein Lichtstrom von 600 lm oder 1200 lm in tageslichtweiß. Die Farbtemperatur beträgt dabei 6 000 bis 7 000 K. Die meisten Produktvarianten der 7L-Leuchten verfügen über einen manuellen Ein-/Aus-Schalter, sind jedoch optional mit einem integrierten Bewegungsmelder erhältlich.

Über den Autor
Marcel_Diehl_grau
Marcel Diehl

Redaktion »de«

Newsletter

Das Neueste der
ema direkt in Ihren Posteingang!