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Intelligente Videoanalyse mit Wärmemodul

Kontaktlose Messung der Hauttemperatur

Bosch Hauttemperatur
Das Wärmemodul der Kamera misst die Hauttemperatur kontaktlos

(Bild: Bosch)

Die Daten der »Human Skin Temperature Detection Solution« von Bosch liefern hierfür verwertbare Erkenntnisse, die die Ausbreitung von Krankheiten minimieren können, indem sie Personen mit erhöhter Hauttemperatur an Kontrollpunkten in Bürogebäuden, Fertigungsanlagen und Flughäfen genau und schnellstmöglich identifizieren. Die Lösung ist ein berührungsloses Screening-Instrument, das Mitarbeiter, Kunden, Besucher und Auftragnehmer auf erhöhte Hauttemperaturen scannen kann.

Durch die Daten können Unternehmen und Sicherheitsdienstleister die richtigen vorbeugenden Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Dazu nutzt das System Intelligente Videoanalyse, eine Form der künstlichen Intelligenz, die Bosch seit 2016 standardmäßig in neue Sicherheitskameras integriert.

Fieber-Screening an Kontrollpunkten

Das Wärmemodul der Kamera hat eine radiometrische Genauigkeit von +/- 0,5 °C / 0,9 °F. Damit gehört die »Human Skin Temperature Detection Solution« zu den Geräten, die offiziell die strengen Normen der FDA Emergency Use Authorization (EUA) Enforcement Policy für telethermografische Systeme vom April 2020 erfüllen. Sie wurde zudem von einem unabhängigen Fachlabor auf Genauigkeit, Stabilität und Ruhewert gemäß Prüfmethode IEC80601-2-59:2017 der International Electrotechnical Commission (IEC) geprüft.

Das System ermöglicht die berührungslose Messung der Hauttemperatur in einem Bereich von 2,5 m bis 4,5 m. Es besteht aus der Wärmebildkamera Dinion IP Thermal 9000 RM, dem Videojet Decoder 7000, der das Kamerabild lokal auf einem Monitor anzeigt, einem Temperaturreferenzgerät (Blackbody), einer speziellen Tastatursteuerung sowie der Software, die abweichende Hauttemperaturen bei Menschen erkennt.

Dank der in die Kamera integrierten intelligenten Videoanalyse-Funktion werden Gesichter in einem definierten Sichtfeld wahrgenommen; der im Decoder eingebaute Software-Algorithmus misst dann die wärmsten Punkte im Gesicht. Um eine präzise Messung zu gewährleisten, muss die Person dabei in die Kamera schauen, Brille, Kopfbedeckung und Gesichtsverhüllungen abnehmen und einen Moment lang ruhig stehen. Mit Hilfe einer Mehrpunkt-Temperaturmessung erkennt das System dann schnell, ob jemand eine erhöhte Hauttemperatur aufweist.

Die Kamera wird über eine intuitive Benutzeroberfläche gesteuert. Bediener können mit einer USB-Tastatur auf Informationen wie Temperaturalarme und Temperaturhistogramme zugreifen und Funktionen wie schnelle Videowiedergabe und Schwellenwertkonfiguration nutzen. Ein zusätzlicher Computer oder eine zusätzliche Software sind nicht erforderlich.

Für den Schutz der öffentlichen Gesundheit werden unter anderem sensible Daten erfasst. Daher bietet die »Human Skin Temperature Detection Solution« einen Selbstbedienungsmodus, der sicherstellt, dass die DSGVO jederzeit eingehalten wird. Im Selbstbedienungsmodus wird das Gesicht einer Person samt deren Temperaturdaten ausgeblendet. Der Decoder ist zudem so programmiert, dass sämtliche gespeicherten Daten jeweils nach vier Stunden automatisch gelöscht werden, um stets die aktuellsten Daten als Referenzwerte zu nutzen und sensible Daten nicht unnötigerweise aufzubewahren.

Integrierte KI sorgt für präzise Messungen

Je nach Einsatzort können Betreiber zwischen drei Alarmprofilen wählen, um eine hohe Messgenauigkeit zu erzielen: dem absoluten Alarmschwellenwert, dem relativen Alarmschwellenwert und dem automatischen Alarmschwellenwert. In kontrollierten Umgebungen, etwa innerhalb von Gebäuden, können Nutzer den absoluten Alarmschwellenwert aktivieren. Dieses Profil misst die absolute Hauttemperatur über die wärmsten Punkte im Gesicht und löst Alarm aus, sobald der vorkonfigurierte Schwellenwert erreicht oder überschritten wird.

Wenn die Hauttemperatur aufgrund von Umgebungsbedingungen wie Lufttemperatur schwankt, kann der relative Alarmschwellenwert genutzt werden. In diesem Profil wird der Schwellenwert als Durchschnittstemperatur mehrerer Personen plus x°C definiert. Für Anwendungen, bei denen täglich eine große Zahl von Personen getestet werden, bietet das System den automatischen Alarmschwellenwert. Dieses Profil löst Alarm aus, wenn die Hauttemperatur innerhalb eines konfigurierbaren Bruchteils (Alarmverhältnis) der wärmsten vorher gemessenen Werte liegt. Dem liegt ein Durchschnittswert der vorher gemessenen Personen zugrunde. In jedem der drei Profile können Nutzer einen automatischen oder manuellen Gesichtsdetektionsmodus verwenden.

Die im System integrierte KI eliminiert auch Quellen für Fehlalarme, darunter Wärmequellen wie etwa eine Tasse heißen Kaffees. Weitere Informationen zu der Lösung finden Sie hier.

Informationen zur Coronavirus-Krise

Weitere wichtige Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf das Handwerk und sonstige nützliche Informationen finden Sie ab jetzt unter www.elektro.net/corona. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Über die Firma
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Grasbrunn
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